Werdegang als Autor

Mitte der Nuller-Jahre begann ich, Krimikurzgeschichten auf Internetplattformen zu veröffentlichen. Wesentlich war dabei die Seite schreib-lust.de, die auch heute (2016) noch betrieben wird. Meine erste dort veröffentlichte Kurzgeschichte „Nachts“ lud ich im Mai 2007 auf diese Webseite hoch, sie ist bis heute nicht in Druck erschienen.

Über schreib-lust.de wurde ich auf einen Wettbewerb des Federfrei-Verlags in Marchtrenk / Österreich aufmerksam. Gesucht wurden die besten Kurzkrimis aus allen 9 österreichischen Bundesländern, der Preis bestand in der Veröffentlichung des Textes in einer Anthologie (selbstverständlich ohne Honorar). Ich gewann diesen Wettbewerb für Oberösterreich mit der Geschichte „Aus für Santa Claus“, die in der gleichnamigen Anthologie im Federfrei Verlag 2008 erschien und – in überarbeiteter Form – auch in meinem 2015 veröffentlichten Kurzgeschichtenband „Bär im Bierkrug, Gott und Teufel“ enthalten ist.

Mit dieser Kurzgeschichte im Gepäck bewarb im mich bei Beate Maxian, Autorin und Veranstalterin des Festivals „Mörderischer Attersee“, um einen Auftritt bei einer Lesung. Ich durfte dann tatsächlich im Vorprogramm zu Thomas Raab lesen, der damals seinen Kriminalroman „Der Metzger geht fremd“ präsentierte.

Dabei gab es ein Problem: Ich hatte beim Besuch mehrerer Lesungen festgestellt, dass alle Autor/innen versuchten, zumindest gegen Ende ihrer Lesung etwas Humorvolles zu präsentieren. Ich hatte aber nur weitgehend humorfreie, grausame Geschichten auf Lager. Also musste Humorvolles her, und in aller Eile schrieb ich – zunächst nur als Kurzgeschichte – den Beginn des späteren Romans „Letzter Kirtag“, in dem Inspektor Gasperlmaier eine Leiche im Bierzelt des Altausseer Kirtags auffindet.

Der Text kam sowohl beim Publikum als auch bei Thomas Raab und Beate Maxian außerordentlich gut an, worauf ich mich an die Arbeit machte, die Geschichte zu einem Roman auszubauen. Durch zwei weitere Lesungen beim „Mörderischen Attersee“ und den Zuspruch der beiden erwähnten Autoren motiviert, stellte ich das Manuskript bis Frühjahr 2010 fertig, Beate Maxian stellte auch noch einen Kontakt zu Haymon her, und im August 2010 erhielt ich die Nachricht, der Roman werde im Februar 2011 erscheinen.

Der Verkauf lief zunächst zäh, erst im September 2011 war die erste Auflage von 3000 Stück verkauft, doch dann nahm Gasperlmaier Fahrt auf: Mit dem zweiten Titel der Serie, „Letzter Gipfel“ (Juli 2012), konnten wir bereits in den Bestsellerlisten landen, und 2014 durfte ich für meine ersten drei Romane jeweils ein Goldenes Buch für 25.000 verkaufte Exemplare in Händen halten.

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