Archiv für August, 2014

Kurier, 10.8.2014

Veröffentlicht: 26. August 2014 in 2 News, 3 Presse, 4 Rezensionen

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Immer noch Top Ten

Veröffentlicht: 13. August 2014 in 2 News

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Die Presse, 3.8.2014

Veröffentlicht: 9. August 2014 in 3 Presse, 4 Rezensionen

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Goldenes Buch

Veröffentlicht: 8. August 2014 in 2 News, 8 Veranstaltungen

Was mich sprachlos gemacht hat – und das passiert bei mir nicht leicht: Gestern hat mir Herr KR Gerald Schantin (Hauptverband des österr. Buchhandels / Morawa) anlässlich meiner Lesung in Altaussee das Goldene Buch (für 25000 verkaufte Exemplare) überreicht – und das gleich in dreifacher Ausfertigung für „Letzter Kirtag“, „Letzter Gipfel“ und „Letzte Bootsfahrt“.

Auf Dem Foto von links nach rechts: KR Gerald Schantin, Herbert Dutzler, Georg Hasibeder (Haymon-Verlag).

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Interview im „Anzeiger“

Veröffentlicht: 3. August 2014 in 2 News, 3 Presse

AutorInnenporträts

„Einmal muss es blutiger zugehen“

Foto von Julian Dutzler
Anzeiger 7/14 (Organ des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels)

Herbert Dutzler im Gespräch mit Martin Lhotzky über Polizeiromane, Inspektor Gasperlmaiers geheimnisvolle Physiognomie und seinen aktuellen Roman Letzter Saibling.

Kürzlich ist Ihr vierter Roman Letzter Saibling um Revierinspektor Franz Gasperlmaier aus Altaussee erschienen. Diesmal bekommt er es aber mit einer ziemlich grauslichen Mordserie zu tun – wieso so brutal?
Zweimal ist es mir schon passiert, dass in der Anmoderation einer Lesung davon die Rede war, dass es in meinen Romanen ja nicht so sehr um Spannung und Nervenkitzel gehe, vielmehr sei die Atmosphäre das Wesentliche. Um es allen zu zeigen, habe ich daraufhin beschlossen, dass es unbedingt einmal blutiger zugehen muss. Die Reaktionen sind geteilt: Manche LeserInnen meinen, es sei gar nicht so grauslich, weil Gasperlmaier ja immer wegsehe, wenn es blutig zugeht.

Neben seiner Vorgesetzten Dr. Renate Kohlross steht dem gemütlichen Polizisten nun eine resolute junge Kollegin, Gruppeninspektor Manuela Reitmair, zur Seite. Ist das nicht ein bisschen viel weibliche Ablenkung?

Es hat sich einfach so ergeben – rückblickend betrachtet verhalten sich meine männlichen Protagonisten vorwiegend passiv, während die Frauen die Handlung und die Ereignisse vorantreiben. Warum das so ist, ist mir selber noch ein Rätsel, ich arbeite an seiner Lösung. Ernsthafter betrachtet sind natürlich Charaktere, die sehr gegensätzlich sind und doch zusammen arbeiten müssen, dramaturgisch reizvoller.

Warum lässt sich Gasperlmaier so gerne ablenken?
Weil er auf das wirklich Wichtige im Leben achtet: Wo kommt die nächste Mahlzeit her, wo ist das nächste Klo, wenn’s einmal brennt, und wieso soll man auf das Nichtssagende und Hässliche achten, wo es doch so viel Schönes zu sehen gibt. Ich denke, Gasperlmaier ist mehr der visuelle Typ, da er es mit der Kommunikation ja nicht so übertreibt.

Na ja, ein paar eventuell als nicht ganz feministisch einzustufende Gedanken wälzt er aber schon öfters, ich erwähne nur seine Blicke in diverse Dekolletés. Oder ist das alles nur Ironie?
Dazu würde ich Folgendes sagen: Gasperlmaier betrachtet Frauen gern und eingehend, lässt es dabei aber nicht am nötigen Respekt fehlen. Ganz im Gegenteil erkennt er neidlos den überlegenen Intellekt seiner Frau an und ist von vernünftigen Argumenten, die gewandelte Rolle der Frau betreffend, beeinflussbar.

Der brave Herr Inspektor wirkt ein bisserl tollpatschig und schüchtern. Haben Sie da einen bestimmten Typ Mann im Auge?
Tollpatschig würde ich gar nicht sagen, eher in sich ruhend und manchmal vielleicht etwas zu passiv in der Herangehensweise an Probleme. Selbst nach längerem Nachdenken fällt mir gar kein Mann ein, der sich so verhält und denkt wie Gasperlmaier. Scheint doch eine Erfindung zu sein. Wichtig ist mir allerdings, dass er ein Charakter ist, dem Aggressivität und die Neigung zur gewaltsamen Lösung von Problemen völlig abgehen.

Stimmt, er denkt zwar gelegentlich daran, jemandem eine Abreibung zu verpassen. In die Tat setzt er das aber nie um. Das wollen Sie hoffentlich im nächsten Roman beibehalten?
Der grundlegende Charakter Gasperlmaiers ändert sich natürlich nicht, das ist einem „Serienhelden“ auf jeden Fall geschuldet. Da aber im nächsten Band die gute Frau Doktor in Karenzurlaub weilen wird, bekommt er selber es mit einem eher unangenehmen Typ von Ermittler zu tun …

Von seinem Postenkommandanten, Friedrich Kahlß, hat man schon nach kurzer Zeit ein ziemlich genaues Bild vor Augen – ständig am Essen oder Biertrinken, stark übergewichtig, und kurz vor der Pensionierung. Bei Gasperlmaier verschwimmt das ein wenig. Wie dürfen wir uns den vorstellen?
Das ist interessant: Darüber sind auch schon in LeserInnenrunden Debatten ausgebrochen. Ich selbst habe zwar eine zumindest teilweise konkrete Vorstellung von seinem Aussehen, möchte die aber keinesfalls verraten, um den Leser-Innen ihre eigene Vorstellung nicht zu zerstören. Sollte es tatsächlich einmal zu einem Filmprojekt kommen, wird sich diese Frage ohnehin von selbst beantworten.

Ist schon etwas in diese Richtung geplant?

Leider nicht – der Haymon Verlag wirft zwar Angeln aus, noch aber hat keine Produktionsfirma angebissen.

In einem Interview haben Sie vor ein paar Jahren gesagt, Sie bewundern die englische Kriminalromantradition, wenn es um Polizeiarbeit geht, aber Sie recherchieren nicht wirklich. Wie sieht es damit heute aus?

Momentan recherchiere ich sehr viel, allerdings nicht, was Polizeiarbeit betrifft. Ich sitze beim Schreiben ständig neben dem Programm des diesjährigen Narzissenfestes, habe auch ein Interview mit der Narzissenkönigin von 2013 geführt. Zudem habe ich mich genau über Herkunft und Verarbeitung von originaler Tracht und Billigtracht aus Handelsketten informiert – man kann also einen soliden Tipp abgeben, worum es im „Gasperlmaier 5“ gehen wird.

Sie haben Ihre Diplomarbeit über Kriminalliteratur verfasst. Worum ging es darin konkret?
Die Diplomarbeit behandelt den neueren deutschen Kriminalroman der ausgehenden Siebziger- und beginnenden Achtzigerjahre – vor dem Hintergrund von Friedensbewegung und RAF-Terror. Die analysierten Autoren sind Richard Hey, Michael Molsner, -ky und Hansjörg Martin. Deutsche KrimiautorInnen waren damals noch dünn gesät – wenn man bedenkt, dass alleine in Österreich heute schätzungsweise rund 100 Kriminalromane pro Jahr erscheinen …

Außer als Schriftsteller arbeiten Sie ja als Lehrer. Trotzdem bedanken Sie sich im Nachwort zu Letzter Saibling besonders bei den Menschen, die verhindert haben, dass Sie Schuldirektor wurden. Warum?
Ich habe mich 2008 um eine Stelle als Direktor an einem Gymnasium beworben und bin Zweiter geworden. Damals war noch nicht abzusehen, wohin das Bildungsschiff treibt, eigentlich war ich optimistisch, dass in Lehre und Beurteilung sich die Dinge in Richtung Freiheit, Offenheit, Kreativität entwickeln werden. Seither sind wir vom Test- und Kompetenzwahn und von einer gewaltigen Bürokratiewelle geradezu überrollt worden, und ich könnte mich mit der Aufgabe, eine Schule zu leiten, unmöglich mehr identifizieren. Ich hätte das Gefühl, als ob ich einen Bus bei vollem Bewusstsein absichtlich gegen die Wand fahren würde.

Als Nächstes dann, nach dem „Letzten Narzissenfest“, vielleicht Band 6, die „Letzte Maturafeier“?
Aus dem Titel „Letztes Narzissenfest“ wird wohl nichts werden, der wäre ja nachgerad‘ geschäftsschädigend (für den Tourismus). Mein Arbeitstitel lautet „Gasperlmaier pflückt Narzissen“, aber der endgültige bedarf sicherlich noch einigen Kopfzerbrechens.

Herbert Dutzler,  geboren 1958, aufgewachsen in Schwanenstadt und Bad Aussee, lebt als Krimiautor, Lehrer und LehrerInnenbildner in Schwanenstadt.

Martin Lhotzky ist gelernter Buchhändler und Kulturkorrespondent der FAZ.

Herbert Dutzler: Letzter Saibling
Haymon Verlag
ISBN: 978-3-85218-969-7 

Frau Moyes wird langsam unsympathisch …

Veröffentlicht: 1. August 2014 in 2 News

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