Siegfrieds Fragebogen – Teil 2

Veröffentlicht: 17. Februar 2021 in 2 News

Was schätzen Sie bei Ihren Freundinnen und Freunden am meisten?

Ich hab leider nur einen Freund, und das ist der Herbert. Der geht mit mir in die Klasse und wohnt auch in Kastenkirchen. Das Problem mit ihm ist, dass er in letzter Zeit sehr fromm geworden ist, fast ein kleiner Betbruder. Er glaubt immer, dass sich alle Probleme in Luft auflösen, wenn er die Hände faltet und die Augen zum Himmel verdreht. Das Gute an ihm ist, dass er eigentlich immer damit einverstanden ist, wenn ich vorschlage, was wir am Nachmittag machen.

Ihr größter Fehler?

Ich bin immer hungrig und esse zu viel. Papa meint, ich lese auch zu viel und mache zu wenig Sport. Fehler mache ich leider auch beim Rechnen, weil ich immer hudle, aber im Rechtschreiben macht mir niemand was vor!

Ihr Traum vom Glück?

Sehr schade finde ich, dass Winnetou in Band 3 stirbt – da hätte sich Karl May schon noch etwas Zeit lassen können. Ein paar weitere Bände hätten zu meinem Glück beigetragen. Dann soll Oma so lange leben wie ich, damit ich immer ihre Bauernkrapfen zu essen bekomme. Es soll verboten werden, in der Schule Fußball zu spielen. Und ich möchte einmal am Meer wohnen.

Was wäre für Sie das größte Unglück?

Das größte Unglück wäre, wenn Büchereien und Buchhandlungen zusperren, denn dann könnte ich nichts Neues mehr lesen. Das zweitgrößte Unglück wäre, wenn ich blind werden würde, denn ich hab es schon einmal probiert mit der Blindenschrift, das kapier ich nie. Und dann könnte ich nur mehr Radio hören.

Was möchten Sie sein?

Ich möchte schlank und attraktiv sein. Weil, ich will auch einmal eine Freundin haben, wenn ich auch noch nicht genau weiß, was man mit einer solchen anfangen könnte. Und leider ist es für leicht Übergewichtige mit Brille nicht so leicht, eine Freundin zu finden. Der dicke Lehrling vom Metzger Huber, der hat nämlich auch eine Brille und keine Freundin. Obwohl er schon sechzehn ist.

Ihre Lieblingsfarbe?

Meine Lieblingsfarbe ist so dunkelweiß, wie das Anzug vom Winnetou.

Ihre Lieblingsblume?

Taubnessel. Da kann man die Blütenblätter auszuzeln, und das schmeckt süß.

Ihr Lieblingsvogel?

Backhendl.

Ihre LieblingsschriftstellerInnen?

Ich glaub, das hab ich schon gesagt. Karl May. Und das zweitbeste Buch danach heißt „Huckleberry Finn“. Aber ich weiß nicht, wer das geschrieben hat. Es spielt auch in Amerika, wie Winnetou.

Ihre Lieblingsnamen?

Karl. Old Shatterhand heißt nämlich Karl. Winnetou sagt immer „Scharlie“ zu ihm. Dann noch Nscho-Tschi und Ribanna.

Was verabscheuen Sie am meisten?

Rahmsuppe. Und wenn mich wer in der Schule sekkiert.

Barbara Kaudelka ist nicht nur Ressortleiterin des Schau-Magazins sondern auch Schauspielerin – sie wird in der zweiten Gasperlmaier-Verfilmung die Rolle der Frau Chefinspektorin Dr. Kohlross übernehmen und hat diesen Beitrag über „Die Welt war eine Murmel“ gestaltet.

Auch die Kronenzeitung empfiehlt die „Murmel“:

Heute Morgen durfte ich mit Jutta Mocuba in der „Linzer Torte“ über meine Bücher und die Arbeit eines Schriftstellers ganz allgemein plaudern. Zum Nachhören in der ORF Radiothek.

Heute Abend in Oberösterreich Heute

Veröffentlicht: 2. Februar 2021 in 2 News, 5 Audio & Video

Einen wunderbaren Beitrag über „Die Welt war eine Murmel“ hat Elisabeth Buchmann für „Oberösterreich Heute“ gestaltet. Er ist heute live gelaufen und noch eine Woche in der ORF TVthek zu sehen.

Heute Abend doch nicht in „Studio 2“

Veröffentlicht: 1. Februar 2021 in Uncategorized

Das war ja wohl eine augewachsene Nullnummer. Die sinnloseste Fahrt meines Lebens. Um 14:00 die Westbahn nach Wien bestiegen. In Attnang am Bahnsteig Grüppchen von Jugendlichen, die sich gar nichts scheißen, die Maske am Hals tragen und in den Rauchverbotszonen pofeln (Augen auf, Security!). Dann ein Anruf: Die Pressekonferenz der Regierung wird sich verzögern, „Studio 2“ wird gekürzt, aber ich komme auf jeden Fall dran. Ich glaube noch an meine Chance, aber glauben heißt bekanntlich nix wissen.

Nach Ohrtemperaturmessung (36,0) im Studio in Wien-Liesing (scheußliche Gegend, möchte man nicht tot am Gartenzaun hängen. Obwohl, Gärten gibt es dort sowieso nicht) erfährt man über auf Großbildschirm laufendes ORF2, dass die Regierung erst um 18:00 geruhen wird, uns gnädigst darüber zu informieren, was Landeshauptmann Haslauer – noch bei Sonnenschein – eh schon erzählt hat. Danach wird uns noch mehrmals von verschiedenen Seiten vorhergesagt, was wir um 18:00 erfahren werden. Die für mein Interview zuständige Redakteurin schmeißt sich noch einmal ins Zeug, erreicht aber leider nichts – auch im Studio 2 wird nur über Covid geredet. Ein älterer Herr meint, er möcht nicht mit Astra-Zeneca geimpft werden, weil von Billigprodukten hält er generell nichts. Der Mann auf der Straße mutiert zum Impfexperten. Jedem Befragten gleiten die Namen der beteiligten Pharmakonzerne so flüssig über die Lippen, als hätten sie jahrelang nichts getan als sich in Pharmakologie zu habilitieren.

Natürlich tut es allen leid, dass ich umsonst nach Wien gereist bin, und es wird mir ein Ersatztermin für ein Gespräch über mein Buch versprochen. Wenigstens was.

Am Hauptbahnhof, vor dem McDonalds, quellen die Papierkörbe über, weil ja alle nur auf der Straße essen dürfen. Vuelleicht sollte der Verursacher auch einmal in Betracht ziehen, seinen Hintern hochzukriegen und den von ihm verteilten Müll wegzuräumen. Umsatzersatz kassieren, ja. Müll wegräumen, nein. Ich begnüge mich mit einem Schinken-Ei-Croissant von Anker.

Umsonst ist die Reise doch nicht gewesen. Ich habe endlich Zeit gefunden, mit der endgültiigen Überarbeitung von „Letzter Knödel“ zu beginnen, dem 9. Gasperlmaier-Krimi. Er soll noch vor der Frankfurter Buchmesse im Oktober erscheinen. Ha – Buchmesse im Oktober: Ihr erkennt den unverbesserlichen Optimisten!

Und übrigens: Mir ist es scheißegal, womit ich geimpft werde. Irgendwann wird alles gut. Nur, ähem, den russischen Sputnik, wenn’s denn geht, den muss ich nicht unbedingt haben. Da würde ich sogar den Bürgermeistern, was rede ich, allen Politikern den Vortritt lassen!

Heute Abend in Studio 2

Veröffentlicht: 1. Februar 2021 in 2 News

Heute, 17:30, ORF2, Studio 2:
Ich darf als Gast in der Sendung über meinen neuen Roman „Die Welt war eine Murmel“ plaudern und bin schon sehr gespannt auf die Fragen!

Bestseller Woche 3

Veröffentlicht: 27. Januar 2021 in Uncategorized

Lange erhofft – jetzt ist es soweit:
Erstmals in der wöchentlichen Hardcover-Bestsellerliste!

Siegfrieds Fragebogen – Teil 1

Veröffentlicht: 25. Januar 2021 in 2 News

Ich habe Siegfried Niedermayr, Protagonist meines neuen Romans, gebeten, einen Fragebogen zu beantworten. Ausgewählt habe ich jenen bekannten, den angeblich Marcel Proust als erster ausgefüllt hat. Er scheint zur Jahrhundertwende ein beliebtes Gesellschsftspiel gewesen zu sein. Hier die ersten vierzehn Antworten Siegfrieds:

Wo möchten Sie leben?

Also, in Kastenkirchen, da wird es mir auf die Dauer sicher zu langweilig. Und ich möchte auch nicht ewig in diesem Zimmer mit der unglaublich schrägen Dachschräge wohnen. Am besten in Amerika. Denn dort kann man vielleicht Astronaut werden.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Ein Micky-Maus-Buch, ein neuer Band von Karl May und eine Dose Kekse von der Oma wären schon ein guter Start. Und dass die Mama mich nicht dauernd an die frische Luft schickt.

Welche Fehler entschuldigen sie am ehesten?

Meine eigenen. Ich bin ja noch jung und muss erst lernen. Und gerade beim Kochen und Backen, da passieren Fehler, aus denen man lernen kann. Ich werde sicher nicht noch einmal einen Pizzaboden verkohlen lassen.

Ihre Lieblingsgestalt(en) in der Geschichte?

Ich kenn mich ja in der Geschichte nicht so gut aus, die kommt erst in der zweiten Klasse. Aber ich habe in der Kastenkirchener Bibliothek einmal nachgeschaut, ob es wirklich solche Indianer gegeben hat wie Winnetou. Und da habe ich über Sitting Bull gelesen. Das heißt Sitzender Stier, und er war ein Sioux-Indianer. Der hat mir schon sehr imponiert, er hat sich von den Bleichgesichtern nicht einschüchtern lassen. Und sich nicht einschüchtern lassen, das wäre eine Eigenschaft, die ich mir auch wünsche.

Ihre Lieblingstiere?

Wir haben zwei Katzen, sonst kenne ich nicht viele Tiere. Die mag ich, wenn sie schnurren. Allerdings darf ich sie nicht in mein Zimmer lassen. Und wenn sie dann doch in meinem Bett sind und irgendwo hinmachen, dann muss ich das selber wegputzen. Dann mag ich sie nicht.

Ihre LieblingsheldInnen in der Dichtung?

Winnetou und Old Shatterhand. Ich weiß aber nicht genau, ob das wirklich Dichtung ist, was der Karl schreibt.

Ihr LieblingsmalerIn?

Carl Barks. Ich hab zwar keine Ahnung, wer der ist und wo er wohnt, aber die besten Donald-Duck-Geschichten hat er gezeichnet. Das weiß ich, weil auf dem ersten Bild meistens sein Name steht.

Ihr LieblingskomponistIn?

Ich hab heuer im Sommer einmal ins Kino gehen dürfen. Das hat lang gedauert, bis ich meine Eltern so weit gehabt habe. Wir haben „Zum Teufel mit der Penne“ gesehen. Penne, das ist eine Schule. Und in diesem Film hat Heintje gesungen, „Ich bau dir ein Schloss“. Das ist meine Lieblingsmusik.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?

Was mich am meisten stört, ist, wenn Opa dauernd schimpft und wenn Papa zu viel Bier trinkt. Deswegen finde ich am besten, wenn Männer den Mund halten und Wasser trinken.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?

Sie sollte so sein wie Oma. Die kocht mir immer was Gutes und backt die besten Kekse der Welt.

Ihre Lieblingstugend(en)?

Ich hab erst im Lexikon nachschauen müssen, was eine Tugend ist. Da hab ich herausgefunden, dass es sieben Tugenden gibt, und auf der anderen Seite sieben Todsünden. Die Demut kommt für mich nicht in Frage, denn demütig werde ich nie Astronaut. Mildtätigkeit geht nicht, weil ich nichts habe. Die Keuschheit lasse ich lieber auch beiseite, wenn ich an das angenehme Gefühl denke, das der winzige Busen der Ulli Gehbauer hervorruft. Die Mäßigung kommt auch nicht in Frage, weil ich immer so einen Hunger habe. Und Fleiß würde ja heißen, dass ich immer kommen muss, wenn Mama schreit und ich was tun soll. Bleiben noch Geduld und Wohlwollen – das passt, denn warten kann ich perfekt, und Wohlwollen braucht man bei einer Familie wie meiner zum Überleben.

Ihre Lieblingsbeschäftigung(en)?

Essen, Lesen, im Bett liegen, Backen und Kochen.

Wer oder was hätten Sie sein mögen?

Ich kann ja noch alles werden, oder? Wie schon gesagt, Astronaut wäre super. Aber wahrscheinlich können eh bald alle zum Mond fliegen, mit einem Mondbus, so wie wir nach Italien gefahren sind. Nur dass es halt auf dem Mond nur Sand und Felsen gibt, und kein Meer. Sonst wäre ich gerne Schriftsteller. Ich habe ja auch schon angefangen, ein Buch zu schreiben. Aber es ist immer voll schwer, wie es nach dem ersten Satz weitergeht!

Ihr Hauptcharakterzug?

Bei den Tugenden stehen auch die Todsünden. Ich hab vorher gar nicht gewusst, dass Faulheit eine Todsünde ist. Aber ich fürchte, ich muss das ab jetzt beichten. Ich bin der Faulheit völlig verfallen. Sagen auch meine Eltern. Lesen zählt nicht als Tätigkeit, leider.

Zum Nachhören

Veröffentlicht: 18. Januar 2021 in 2 News, 5 Audio & Video

Tanja Karssemeijer hat mich in der „Promitime“ von Radio Niederösterreich interviewt. Zum Nachhören gibt’s das Interview in der Radiothek: MO, 18.1., 11.00.

„Promitime“ auf Radio NÖ

Veröffentlicht: 17. Januar 2021 in 2 News

Montag, 18.1.2021, bin ich zu Gast bei „Promitime“ auf Radio Niederösterreich. Von 11:00 bis 12:00 darf ich über meinen neuen Roman „Die Welt war eine Murmel“ plaudern. Ich freue mich schon auf spannende Fragen und zahlreiche Zuhörer/innen!